Unser gemeinsames Hilfsprojekt

Skill Up! ist ein von der Welthungerhilfe initiiertes Programm zur Förderung und Qualifizierung beruflicher Ausbildungen von Jugendlichen. Das Bildungsprojekt folgt dem Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Mit der Finanzierung einer Berufsausbildung wird für junge Menschen, mit Partnern vor Ort, der Grundstein zum Aufbau ihrer wirtschaftlichen Existenz gelegt.

Jeder neue Kunde von FIBUR unterstützt mit jedem Vertragsabschluss einen Ausbildungsplatz bei Skill Up! damit nicht nur für Dich, sondern auch für jemand Anderen ein Mehrwert entsteht.

Dein Mehrwert - eine nachhaltige und ökologische Investition
Jemand Anderes Mehrwert - eine Investition in Bildung und Zukunft

Für jeden neu bei FIBUR abgeschlossenen Vertrag fließt eine Spende von 30€  an die Welthungerhilfe, die einen Ausbildungsplatz für eine*n junge Erwachsene*n schafft. Die Kosten für die Trainings und Schulungen unterscheiden sich leicht, je nachdem um welche Art von Weiterbildung es sich handelt und in Abhängigkeit lokaler Voraussetzungen. Ein 15-tägiges Training für junge Bäuerinnen in Indien beläuft sich auf 28€. Und für 25€ werden junge Erwachsene in einem dreitägigen Workshop in Sierra Leone in Landwirtschaft, Müllverwertung, Ökotourismus und Solarenergie ausgebildet. Der dabei verbleibende “Restbetrag” von, wie im Beispiel von Indien, in die Finanzierung der Weiterbildung einer anderen Person, sodass kein Euro verloren geht.

Lokale Initiative für globale Erfolge

Daten der internationalen Arbeitsorganisation zufolge sind 71 Millionen Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren weltweit arbeitslos. Allein in Afrika werden bis zum Jahr 2030 rund 150 Millionen junge Frauen und Männer auf den Arbeitsmarkt drängen. 

Qualifizierung durch Bildung nimmt hierbei eine Schlüsselposition für Entwicklung, die Schaffung von Chancengleichheit und dem Weg aus Hunger und Armut ein. 

Durch den Abschluss einer qualifizierten Berufsausbildung besteht für Jugendliche die Chance auf finanzielle Unabhängigkeit, da sich ihre Situation auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessert. So wird nicht nur der hohen Arbeitslosigkeit entgegengewirkt, sondern zusätzlich das lokale Wirtschaftswachstum gefördert.

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Neben der Verbesserung der ökonomischen Perspektive der Jugendlichen entsteht ein weiterer Mehrwert durch die Stärkung des Selbstbewusstseins der jungen Männer und Frauen in Eigenverantwortung für sich und ihren Familien ein Auskommen zu sichern und die Entwicklung der Region voranzutreiben. Neben den handwerklichen und fachlichen Kenntnissen lernen sie Fähigkeiten wie die Arbeit im Team und selbstsicheres Auftreten im beruflichen Alltag. Auch die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Grundlagen, sowie Themen wie Familienplanung und gesunde Ernährung gehören sind Teil des Unterrichtes.  Und auch das Bildungssystem der jeweiligen Städte erfährt eine Aufwertung durch Peer-to-Peer Ansätze, bei dem ein enger Erfahrungsaustausch untereinander stattfindet.

Im Portrait: Judith

In der Kleinstadt Fort Portal in Uganda hat sich das moderne „Skill Up!“-Ausbildungsszentrum „Amaani Rwenzori“ bereits einen Namen gemacht. Seine staatlich anerkannten Abschlüsse sind vergleichbar mit dem deutschen Gesellenbrief. Die Betriebe vor Ort reißen sich um die Praktikantinnen und Praktikanten und Fachkräfte aus dem Zentrum. Auch Judith Kirungi wurde vom Fleck weg engagiert: Die 25-Jährige ohne Schulabschluss arbeitet jetzt als Töpferei-Assistentin bei „Amaani Rwenzori“ – mit geregelten Arbeitszeiten, einem soliden Monatseinkommen und Anspruch auf Urlaub. In der neuen Töpferei des Ausbildungszentrums bot ihr die Welthungerhilfe eine zweite Chance. Zusammen mit 44 weiteren jungen Menschen lernte Judith ein Jahr lang die verschiedensten Techniken und Schritte der Keramikproduktion kennen. Judith war mit Feuereifer dabei, lernte schnell und unterstützte bald ihre Ausbilderin im Unterricht. Seit ihrem Abschluss im Januar 2018 betreut sie nun die neue Frauengruppe von „Skill Up!“ in der ländlichen Umgebung von Fort Portal. „Die Zusammenarbeit mit den Frauen finde ich einfach großartig“, sagt Judith und strahlt. „Sie hören so gut zu und sind sehr wissbegierig. Da fällt das Unterrichten leicht.“

Gemeinsam Potenziale fördern

Mit jeder neuen Partnerschaft wird in den Projektländern durch die Zusammenarbeit der Welthungerhilfe mit lokalen Partnern, ein sicherer Ausbildungsplatz für einen Jugendlichen unterstützt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf dem langfristigen Aufbau von Ausbildungsstätten. Die Ausbildungsmodule werden dabei an lokale Voraussetzungen und Bedürfnisse angepasst. Ziel ist es dafür zu sorgen, dass die Programme auch in Zukunft eigenständig fortgeführt werden können.

Im Portrait: Samuka

In Sierra Leone bildet „Skill Up!“ in der Großstadt Bo 
Nachwuchskräfte in der Abfallwirtschaft aus. Samuka
 Jaward gehört zu den Pionieren der neuen Branche: Aus
 Altmetall stellte er einfache Kochöfen und aus Sägemehl
 und Tischlerabfällen Holzkohlebriketts mit hohem Brennwert her – eine segensreiche Erfindung für das Land, wo fast ausschließlich mit Holz gefeuert wird. Neben den
 handwerkliche Fähigkeiten, erwarb Samuka durch das 
„Skill Up!“-Projekt auch Kompetenzen in Finanzmanagement, Marketing und Geschäftsplanung. Das eröffnete ihm
 eine große Chance: Seit 2016 ist er Assistent der Geschäftsleitung bei einer in Bo ansässigen Firma, die Recycling betreibt. Durch „Skill Up!“ erhielt er nicht nur 
eine berufliche Perspektive, er entwickelte sich auch persönlich weiter, hat Freude an neuen Herausforderungen 
und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Ausbildungsprogramme weltweit/ Ausbildung mit Mehrwert

Zu den Projektländern zählen Sierra Leone, Kenia, Uganda, Tadschikistan und Indien, wobei Skill up! in jeder Region einen individuellen Schwerpunkt verfolgt:

Sierra Leone

In Sierra Leone bilden die „Skill Up!“-Trainer in den Dörfern junge Menschen in Landwirtschaft, Müllverwertung, Ökotourismus und Solarenergie aus. Das Projekt hat mittlerweile eine große Anerkennung gefunden und berät auch auf Ministeriumsebene.

Kenia

In Kenia besuchen die Azubis ein zentrales Ausbildungszentrum mitten im Slum Kibera im Zentrum von Nairobi. Hier spielt die Integration in den Arbeitsmarkt eine besondere Rolle, vor allem für alleinerziehende Mütter und Jugendliche mit Behinderungen.

Uganda

In Uganda fördert „Skill Up!“ ein duales Bildungssystem mit eigenem Campus und 17 lokalen Handwerksbetrieben. Hier erlernen die jungen Frauen und Männer einen Beruf als Kfz-Mechaniker*in, als Klempner oder im Friseurhandwerk. Wer sich hinterher selbstständig machen möchte, kann eine Anschubfinanzierung beantragen.

Tadschikistan

In Tadschikistan stärkt „Skill Up!“ die staatlichen Berufsbildungs- und Gemeindezentren. Darüber hinaus bilden mobile Trainingsteams in den abgelegenen Bergregionen zukünftige Imkerinnen, Schweißer, Tischlerinnen und Schneider aus.

Indien

In Indien ist „Skill Up!“ ein Fortbildungs- und Qualifizierungsprogramm für junge Bäuerinnen und Bauern. Neue und moderne Methoden in nachhaltiger Landwirtschaft, zum Beispiel in der Hühnerzucht oder beim Anbau neuer Saatgut-Sorten, helfen den Teilnehmenden, sich am Markt besser zu behaupten und ihr Einkommen zu steigern.

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